Ruhewald der Stadt Bad Teinach-Zavelstein

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11.11.2012

Feierliche Eröffnung des Ruhewaldes durch Bürgermeister Markus Wendel

Pioniertat für die Bestattungskultur
von Steffi Stocker, Schwarzwälder-Bote, 12.11.2012

Trotz des anhaltenden Regens hatte die feierliche Eröffnung des Ruhewaldes in Zavelstein eine große Besucherresonanz.

Foto: Steffi Stocker
 
Bad Teinach-Zavelstein. "In der Ruhe liegt die Kraft", besagt eine Redensart. So alt sie auch ist, so prägnant steht gerade der Ruhewald in Zavelstein dafür. Und das mehrfach, wie die Eröffnungsfeier dieser Möglichkeit für Bestattungen gezeigt hat. Damit hat die Stadt Pionierarbeit im Landkreis Calw leistet.Nicht nur der Name weist darauf hin, dass Verstorbene dort ihre letzte Ruhe finden. "Sowohl die zahlreiche Beteiligung an der Eröffnung als auch die große Resonanz in den vergangenen Wochen lässt uns spüren, dass es eine gute Entscheidung war, diesen kommunalen Ruhewald anzulegen", so Bürgermeister Markus Wendel zum regen Zuspruch.
Er verwies in seiner Ansprache auf den gesellschaftlichen Wandel, der sich auf die Bestattungskultur auswirke: "Gerade bei Urnenbeisetzungen wünschen sich die Menschen Alternativen."
Mit Ruhe und Weitsicht brachte er deshalb das Thema zunächst im Gemeinderat, dann in den Kirchengemeinden und schließlich in der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr (wir berichteten) ein. "Die gemeinsame Fahrt nach Oberried zur Besichtigung des dortigen Ruhebergs und Erfahrungsberichte von Bürgermeister Franz-Josef Winterhalter überzeugten dann wirklich alle", fasste das Stadtoberhaupt zusammen. Erfreut zeigte sich Wendel zudem von der zustimmenden Haltung der unmittelbaren Nachbarn, die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens angehört wurden. Nicht ohne Stolz und von Dankbarkeit getragen verwies er auf die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, nicht zuletzt der Baufirmen und Handwerker.
"Es ist eine gelungene Anlage für die innere und äußere Ruhe geworden, die ein Stück Trost und Kraft für den Alltag geben kann", resümierte Pfarrer Gottfried Bührer. Er unterstrich, dass der Ruhewald die Würde der Toten und Hinterbliebenen respektiere und der Bestattungskultur Rechnung trage. "Der Name weist auf die tiefere Wahrheit der Ruhe hin und steht damit in der Reihe des von Gott vermittelten inneren Friedens."
Die Überzeugung, wie die Kraft zum Leben aus dem Tod erwachsen kann, bekräftige deshalb auch das Symbol des Ruhewaldes von Albert Spindler. "Es ist ein Zeichen für Integration und zeigt, wie wir hier miteinander umgehen", betonte Wendel bei der Eröffnungsfeier, bei der Vikar Martin Schöberl aus dem Evangelium las und Pfarrer Ulrich Holland zum Gebet anleitete. Weitere Info über das Internet: www.ruhewald-bad-teinach-zavelstein.de.